Berichte von 04/2014

London again

Sonntag, 27.04.2014

bereits 5 Wochen in London, wie die Zeit vergeht...
Ich habe das Gefühl, dass ich erst gerade angekommen bin auch wenn wir schon einige Dinge unternommen haben. 

Mittlerweile rücken auch schon die ersten Prüfungen in greifbare Nähe. 
Ich bin momentan aber noch optimistisch, dass diese nicht allzu schlimm werden. 

Langsam aber sicher beginne ich meine Familie und Freunde in der Schweiz echt zu vermissen. Es ist nicht, dass ich es hier nicht geniesse oder die anderen Leute nicht ok sind, sondern eher dass ich oftmals bei einer Situatio mich frage, wie diese reagiert hätten oder mir wünsche, dass sie bei einem guten Ausgang oder Erlebnis dabei gewesen wären. Ist wohl normal aber ich freue mich echt, wenn sie mal vorbeikommen!

Nachdem die grossen Hotspots besucht wurden, gilt es nun die kleineren ausfindig zu machen. 
Wir waren dieses Wochenende nur im Hype Park, Green Park, einem gaaanz kleinen Mark beim Hyde Park und am Picadilly. Es war eher eine Ausschau nach Clubs und Bars anstatt etwas anderes :)
Doch es gibt noch einige Märkte und Orte, die ich sehen möchte. Ausserdem muss ich noch ein Musical- und Konzertbesuch machen.

Fitnessmässig bin ich immer noch dran und beim Essen habe ich auch keine allzuschlechte Entwicklung gemacht. 
Alles in allem geht es mir immer noch super und ich bin bereit für eine neue Woche.

 

 

Dublin

Sonntag, 27.04.2014

Ueber das Osterwochenende gingen vier von uns nach Dublin. 

Die Ausgangslage war die folgende: wir hatten unseren Flug um 7 Uhr morgens, mein Flugticket hatte einen Schreibfehler beim Namen (traue nie einem Romand ;-)) und weil die Nachfrage an Ostern entsprechen gross ist, mussten wir zwei Hostels buchen: 

Für Donnerstag und Freitag ein Hostel mitten im Zetrum und für Samstagabend ein Hostel direkt am Meer. Da unser Flug am Montag ebenfalls um 7 Uhr ging hatten wir kein Hostel gebucht für Sonntag.

Da wir keine anständigen Flüge am Freitag finden konnten, mussten wir noch die Schuldirektorin überzeugen, dass sie uns einen Tag frei gibt; genau genommen musste ich das machen, da ich im Besitz eines italiänischen Charmes sei... (geklappt hat es jedenfalls).

Wie erwartet haben natürlich zwei verschlafen und wir mussten sie mit dem Taxi abholen etc. Allzuviel Eigeninitiative war dabei nicht gerade zu beobachten es war eher ein "Scheisse was machi ez?". Am Schluss waren wir auf jedenfall am Flughafen, ich hatte keine Probleme mit meinem Ticket. 

Angekommen in Dublin hielt sich unsere Begeisterug noch in Grenzen, da die ersten Passanten nicht gerade die freundlichsten waren und uns eine Auskunft über den Standort des Hostels verweigert haben. Als wir im Stadtzentrum waren wurde es besser und auch der erste Abend war super. 
An sehr vielen Orten wird Livemusik gespielt, auch auf den Strassen, und es wird nirgends ein Eintritt verlangt, auch wenn das Bier deshalb ein bisschen teurer ist. Aber die Künstler sind echte Profis; die meisten Spielen Gitarre oder Benjo. Live und in dieser Kombination ist das Ergebnis absolut fantastisch. 

Am Freitag haben wir uns ein bisschen in der Stadt umgesehen. Im Vergleich zu London ist Dublin natürlich winzig und wir konnten alles ablaufen und mussten nicht einmal den ÖV benutzen. Wir konnten recht gut runterkommen von der Grossstadthektik.

Was weniger entspannend war, war der Fakt, dass am Freitag u 24:00 Uhr die Bars schliessen und Alkoholausschank erst wieder ab Sonntag, 10:00 Uhr erlaubt ist. Sprich es würde am Samstag auch kein Pub oder Club offen sein. Viele Iren nehmen sich an diesem Tag ein Hotel/Hostel und nehmen Alkohol  mit um sich dort abzuschiessen. Das erklärt auch, weshalb an diesem Tag im Zentrum kein Hotel mehr frei war. Ausserdem haben wir verschlafen und hätten fast noch eine weitere Nacht bezahlen müssen (italiänischer Charme konnte das verhinden ;-)) Um doch noch etwas aus dem Tag zu machen, gingen wir am Nachmittag an ein Rugbyspiel (wunerbarer Sport) und an ein Fussballderby (Spielniveau ist vielleicht auf Challenge League Niveau aber die Stimmung ist recht krass). 

Zusätzlich gingen wir auf mein Anliegen in eine Ausstellung, wo ein Künstler alle Figuren aus Legosteinen gemacht hat. Wahnsinn! Zum Teil hat er bis 80'000 Klötze gebraucht. Es war echt sehenswert. Das interessanteste Werk war ein Bild, welches die Mona Lisa nachgebildet hat (aus Legoklötzen). Wenn  man nahe vor dem Werk steht erkennt man fast Nichts und es ist sehr verpixelt. Geht man jedoch weg und blinzelt kann man die Mona Lisa sehr genau erkennen. Ein Kunstwerk. 

Das Hostel am Meer war suuuuper. Der ganze Abschnitt erinntert eher an eine französische Küstenstadt anstatt an Dublin und genau dasselbe galt für unser Hostel. Dort war auch das erste Mal als wir etwas "Richtiges" gegessen haben. Der ganze Trip war sonst eher Fastfood-lastig. 
Wir haben dann noch einmal live Musik genossen und....

... ich habe meinen Kollegen verloren. Nach einer unendlich scheinenden Suche (ohne Handyakku) habe ich mich entschieden selbst ein Taxi zu nehmen und habe am Flughafen noch 2 Stunden geschlafen. Am Morgen haben wir uns dann gesehen und sind zurück nach London (bessergesagt ein Flughafen, welcher eine Fahrstunde mit dem Zug von London entfernt ist). Es war etwa 11:30 Uhr als ich zu Hause war. Leider hatte ich noch mit zwei Türkinnen, welche ich durch einen Kollegen von Zürich kenne, abgemacht. Also wollte ich nur einen Powernap nehmen und dann mal nach Eastlondon (ich lebe in Westlondon) gehen. Natürlich habe ich verschalfen und bin erst um 15:00 Uhr aufgewacht, genau dann wann wir eigentlich abgemacht hätten. Natürliche habe ich sofort Bescheid gegeben und gesagt, ich sei in ca einer Stunde da. Was ich nicht wusste, war dass die Station wirklich weit weg war und die relevante Linie nicht im Betrieb war und ich einen Umweg fahren musste. Mit 2.5 Stunden Verspätung bin ich schliesslich angekommen. Jede Person die ich kenne, hätte mir eigenhändig den Kopf abgerissen. Die Reaktion der Türkinenn war die folgende:
Hi Remo how are you? you look so tired should we order you something? 

Als ich zu meiner allumfassenden Entschuldigung ansetzen wollte, haben sie mich nur verwirrt angesehen und gesagt, dass sei sicher kein Problem sie waren auch müde und konnten sich so jetzt ein bisschen ausruhen. Ich sei der arme, weil ich nicht viel geschlafen hatte (ander Länder andere Sitten. Die Schoggieier, welche ich als Entschuldigung gekauft hatte, haben sie aber schon noch genommen).

Das Quartier wo ich sie getroffen hatte, war übrigens das Quartier wo ich ab dem Sommer leben werde. Es sind wunderschön und überall sind riesige Geschäftshäuser. Ich denke es wird mir dort gefallen. 

Einleben

Samstag, 05.04.2014

Nachdem die ersten Hürden, welche sich einem in einer Grossstadt so stellen, genommen sind und wir die anderen Leute der Schule kennengelernt haben, hat sich bereits die erste Routine eingeschlichen. 

Wie es die Kollegen, die bereits im Sprachaufenthalt gewesen sind, gesagt haben, geht die Zeit sehr schnell vorbei. Anfangs Woche gehen wir bereits am Morgen ins Fitness und haben dann bis um 16:00 Uhr Schule. Danach gehts gleich weiter mit Fussball mit anderen Schülern, Kino, Pub um Fussballmatches zu gucken, Sightseeing, Shopping, Fitness etc. Nicht zu vernachlässigen sind die Hausaufgaben, welche durchschnittlich so 1h pro Tag dauern (am Wochenende 2-3h). Im Allgemeinen leben die meisten hier nach dem Motto "work hard, play hard", was soviel heisst, dass man in und neben der Schule Vollgas gibt. Das ist zwar ermüdend aber so profitiert man auf jeden Fall am meisten. Aber bei so viel Programm muss man die Dinge, welche einem wichtig sind, schon sehr früh planen. Ansonsten ziehen sie an einem vorbei ohne dass man es merkt. 

Den ersten Punkt auf meiner Liste - ein englisches Fussballspiel zu live zu sehen - haben wir uns gleich doppelt erfüllt: wir werden Arsenal - West Ham und Tottenham - Sunderland sehen. 

Hier ist noch zu bemerken, dass es nicht selbstverständlich ist, dass jedes Pub die Spiele zeigt. Die meisten haben keinen Fernseher oder nicht den richtigen Anschluss, da die Spiele auf dem kostenpflichtigen Sendern Sky Sport übertragen werden. Es ist manchmal gar nicht einfach ein passendes Pub zu finden. 

Mit der Gastfamilie und der Gruppe ist alles in Ordnung, es ist immer etwas los. Letztzens waren wir 9 Personen beim Frühstück: die Gasteltern, die Zwillinge, zwei Freunde der Gasteltern, ein Mitbewohner, der bei Universal arbeitet, ein französischer Sprachstudent, der für 2 Wochen hier ist und ich. Die Putzfrau kommt auch regelmässig. Es ist also ein ganz schönes Rein und Raus im Haus aber ich geniesse das noch, da muss ich mich weniger anpassen.